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Ein Fisch namens Zander

Zander-Filet

Die Seenlandschaft von Feldmoching Hasenbergl, ins Besondere der Lerchenauer See beginnt sich zu entfalten und breitet sich in Form von Augenwellen über der Wand aus. So langsam füllen sich neben diesen ersten muralen Umsetzungen auch die Vorratskammern an Motiv-Vorschlägen von Viertelkundigen und Passanten – das Konzept meiner Serie Public Viewing nimmt fahrt auf…
Schade, dass in diesem Jahr wohl nicht mehr viele, weitere Einsätze möglich sein werden, weil die Temperatur bereits zu tief sinkt – dann reagieren die Farben chemisch und auch bei der präzisen Arbeit mit dem Pinsel spielen die Fingerchen dann nicht mehr so richtig mit…
Der Zander, den sich ein Angel-begeisterter Passant gewünscht hat, weil er schon viele Jahre versucht, einen der hier im See lebenden Exemplare habhaft zu werden, wird aber wohl noch vollständig ausgeführt werden können und mit ihm die ein oder andere kompositorische Nuance, dann aber geht der Kaninchenbau wohl schon ab in den Winterschlaf und freut sich auf das Frühlingserwachen – hoffentlich unter besseren Vorzeichen als im Pandemie- und Gruselwahl-Jahr 2020…

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Kunstkollektiv

Jana Glander „walks the line“

Wir machen erste, gemeinsame Sprünge auf dem Weg zum Kunstkollektiv! Das freut mich natürlich gewaltig!
Nach inzwischen schon einigen Monden, darf ich mein Leben samt Glück und Sorgen mit meiner Herzdame Jana teilen. Sie ist nicht nur ein herrlich unorthodoxer, geistestiefer, humor-und liebevoll verspielter und kreativer Mensch, sondern dazu auch eine malerische Begabung. Und so schwebte uns beiden schon bei unserem Kennenlernen vor, dass wir vielleicht später einmal ertragreiche Stunden gemeinsam beim Erschaffen von Bildwelten verbringen können. Seit einiger Zeit (setzen wir) setzt meine Janassima das jetzt auch in die Tat um und legt, nachdem wir schon lange jedes weitere Vorgehen bei Projekten besprechen und gemeinsam koordinieren – sie mich also bereits lange als bereichernde Inspirationsquelle und darüber hinaus als gute Beraterin unterstützt – nun auch selbst Hand an…
…und erntet auch gleich erste, fein-ausgearbeitete Erfolge an der Wand.
Hoffentlich kann sie beim mir Assistieren, samt der vielen schrägen Unwägbarkeiten im Tunnel, der langen Zeiten der Konzentration und dem doch oft auch sehr ungemütlichen Arbeitsplatz am harten Boden und im Dreck kniend, mit feinem Pinselstrich genug Frucht für Ihre innere Zufriedenheit abgewinnen, damit wir diese Wand-Blickfelder in Zukunft auch weiterhin bestellen können!
Wie schön und bereichernd wäre das!

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Unterausschuss-Sitzung blickt in die Röhre

Einen hohen Besuch stattete mir heute der Bezirksausschuss 24 bei der Arbeit an den ersten Ausführungen im Tunnel ab. Neben der ehemaligen Vorsitzenden des Unterausschusses Kultur, Gabi Meissner, hatte ich auch die Ehre mit dem aktuellen Vorsitzenden, Paul Lachenmeir sowie der Jugendbeauftragten Gerlinde Dunzinger und dem Historiker Klaus Mai.
Dabei ging es in erster Linie darum, Lösungen für meine derzeitigen Anliegen vor Ort zu finden. Denn leider habe ich derzeit noch immer keine Möglichkeit für einen Stromanschluss, den ich für meinen Kompressor zur Arbeit mit Airbrush dringen benötige. Eilige Hilfe wurde mir dabei aber von den Anwesenden in Aussicht gestellt.
(Die fehlende Lagermöglichkeit konnte ich inzwischen glücklicher Weise bereits mit meinem hilfsbereiten Ansprechpartner vom Baureferat eleminieren…)
Natürlich war es aber auch eine Möglichkeit, sich einen Blick auf erste Umsetzungen zu verschaffen, sich ein wenig (besser) kennenzulernen und um Vorschläge und Anregungen für Motivwelten zum Viertel einzubringen. Dabei konnte ich im Gespräch einige interessante Besonderheiten des Stadtteils näher kennenlernen und sicher werden einige Aspekte auch im Bild das Licht der Welt erblicken 🙂

Vielen Dank für Euren Besuch, das Lob zu meiner Arbeit, die zugesagte Unterstützung und Teilnahme!

PS: Ich hoffe sehr und arbeite weiter daran, dass ich auch die Frau vom aktuell Vorsitzenden, noch für den Zander, der derzeit bereits aus den Wellen der Komposition springt und ein Wunsch eines Angel-begeisterten Passanten war, ins Boot holen kann (auch wenn das für gewöhnlich andersherum abläuft: der Fisch wird ins Boot geholt 🙂 ) und ihr auch dieser Teil der Komposition dann später gefällt…

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Spachtel Masse, Spachtelmasse!

Blumöhrs Team bei der Verspachtelung und Grundierung der Wand
Mein Team bei der Verspachtelung und Grundierung der Wand

Mitte – Ende August ist es jetzt endlich soweit, wir feiern die Grundsteinlegung des Kunstprojekts „Kaninchenbau“. Nachdem nun durch geballten Einsatz die Vorbereitung in Form der Verspachtelung abgeschlossen ist, wird nun der Bau bald stetig Stück für Stück auch in seine malerischen Dimensionen wachsen können. Zuvor war allerdings ein wahrer Gewaltakt nötig: Zu viert haben wir uns der Sache angenommen und die Flächen angelaugt, gereinigt, präpariert, verspachtelt und grundiert. Dafür haben wir unter anderem eine Menge Spachtelmasse (über 10 dicke Säcke voll Beton!) an der Wand verteilt und glatt gestrichen. Der Markus als koordinierender Fahrer, technischer Begleiter und fleißige Arbeitskraft, der Rüstü als unermüdlicher Vorarbeiter – ein unfassbares Kraftpaket – und der Simon wie ein nimmer-rastender Duracell-Hase – steil und kräftig mit viel Schmackes an der Wand im Einsatz. Bravo und vielen Dank für Eure Unterstützung, Jungs! Bin mir ziemlich sicher, dass nach diesen stressigen, weil arbeitsintensiven Tagen alle Teilnehmer eine Weile lang gut schlafen werden…
In meinen Träumen bin ich daraufhin jedenfalls schon mal durch den Kaninchenbau gefallen und habe ersten Sujets für die Umsetzungen nachspüren können… 🙂

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Kunst im Stadtviertel

Im Frühjahr erscheint dieser wunderbare Artikel zum Kunstprojekt „Kaninchenbau“ von Regina Regnet in der Stadtviertelzeitung:


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Im Zeichen von Covid-9

Die grassierende Ausbreitung des Virus und die damit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen machen auch dem Kaninchenbau zu schaffen. In der Stadtviertel-Zeitung erscheint ein Artikel zu meinem Besuch in der Bezirksausschuss-Sitzung:

Unterführung Lasallestr soll mit Kunstprojekt aufgewertet werden.
(…)
Der im Münchner Raum bekannte Graffiti- und Wandkünstler Martin Blumöhr wird dabei in der Unterführung an der Lassallestraße ein großformatiges Wandbild malen Bei der ganzen Situation im BA ging es aber weniger darum, ob man das Projekt nun finanzieren möchte – der alte BA hatte sich bereits dafür entschieden -, sondern darum, wie dieses in Zeiten der Corona-Epidemie durchgeführt werden kann und in welchem Zeitrahmen.
Zunächst aber diskutierte man, ob man dem Künstler, der stundenlang geduldig gewartet hatte -, das Wort erteilen wollte. Nachdem diese Klippe genommen war, erläuterte Blumöhr kurz, dass er die gewünschte Einbindung der benachbarten Schulen und vor allem der Anwohner Corona-bedingt zum Teil ins Internet verlagern werde und er dann in der Realisierungsphase im Freien an einer öffentlichen Wand arbeiten werde, wo die Ansteckungsgefahr gering sei. Damit der Künstler letztlich Planungssicherheit hat und die projektbegleitende Internetseite aufbauen kann, genehmigte der neue BA ihm in der Sitzung das Geld (…)

(Autorin: Renate Regnet)

Neben diesen, organisatorischen Themen setzen mir auch Koordinationsprobleme mit meinen anderen, bereits laufenden bzw. sich in Planung befindenden Projekten zu. Einiges wird verschoben, verzögert sich, muß umgedacht werden. In einer später stattfindenden Unterausschuss-Sitzung beantrage ich deshalb eine Verlängerung zur Fertigstellung des Wandbilds bis Frühjahr 2022 und bekomme sie netter Weise auch zugesprochen…
Das Verständnis für meine Intension in der Malerei detailreich an der Komposition zu brüten ist groß – merci!

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Corona- Beben

Durch die Virus-Wirrungen scheint das bereits fest vereinbarte und von allen Parteien im Bezirksausschuss einstimmig abgesegnete Projekt Kaninchenbau noch einmal kurz ins Wanken zu geraten…

Obwohl die ersten Aspekte wie die Erstellung der Webseite und weitere Org-Planungen vom „Kaninchenbau“ bereits weit fortgeschritten und nun nur noch weiter auf den Weg gebracht werden hätten sollen, geht es eine ganze Zeit nicht vorwärts. Denn auf Grund der zunehmend außer Kontrolle geratenen Corona-Situation können die Gremien-Sitzungen samt letzter Koordinations-Absprache und Weiterreichen der Zustimmung an das Direktorium über Wochen nicht stattfinden. Inzwischen treffen die Ergebnisse der Münchner Kommunalwahlen ein und verändern die Zusammensetzung der Parteien im Gremium nicht unerheblich. Trotz der monatelangen, bereits sehr konkreten Planungsphase des letzten Jahres und trotz der davor fest gegebenen Zusage wird in der Vollversammlung zur Wahl, bei der ich als Gast zur Vorstellung des aktuellen Projektstands eingeladen wurde, kurzzeitig noch einmal die Realisierung auf Grund der Kosten grundsätzlich in Frage gestellt.
Nur mit Hilfe einiger sich heftig einsetzender Stimmen aus allen Fraktionen, ein nicht nur bereits abgesegnetes, sondern auch im Viertel bereits freudig erwartetes Kunstprojekt nicht mehr im Nachhinein abkanzeln zu können, bleibt es bei der Zusage.
Aus allen Fraktionen? Nein: ein Mitglied der gerade neu ins Gremium gewählten AFD befindet ein solches Kunstprojekt im Stadtviertel natürlich für grundsätzlich nicht umsetzungswert/würdig…
Wozu auch Kunst und Kultur!?

Mich freut das – so nur kurz unterbrochene – grüne Licht zur Umsetzung natürlich weiterhin riesig…
ein starkes Signal für Kreativität, Farbe und Formenvielfalt in der Stadt. Danke!