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Support-Helden

In den letzten Tagen habe ich mehrfach auch Besuch von organisatorischen Projektunterstützern erhalten. Zum Beispiel habe ich die Hermine Edelmann kennenlernen können, die das Projekt überhaupt erst angestoßen hatte, weil, wie sie berichtete, ihr mein Kunstprojekt „Niwenhaus“ in Neuhausen so gut gefällt und die sich deshalb dann für eine solche Umsetzung auch im Stadtgebiet Hasenbergl-Feldmoching eingesetzt hatte. Dafür natürlich herzlichen Dank. Den möchte ich aber auch an die Gabi Meissner, die mich bereits mehrmals im Kaninchenbau besucht hat sowie auch dem Dr. Reinhard Bauer richten, der mir den Stromanschluss aus der anliegenden Bäckerei für meinen Airbrush-Kompressor durch ein telefonisches Vorfühlen möglich gemacht hatte. (Brauchte dann nur noch die Details zu besprechen). Klasse, dass das dann auch so geklappt hat. Merci natürlich auch an die Bäckerei! Die Gabi Meissner hat dann sogar einmal meinen fleißigen Praktikantinnen einen kleinen Kaninchenbau-Osterhasen-Gruß mitgebracht (siehe Foto). Die Mädels, unterstützen mich nämlich noch einige Zeit immer im Wochenwechsel an der Wand. Derzeit dürfen (müssen) sie nicht ran, weil gerade Schulwoche ist – fast möchte ich sagen: die Glücklichen! (Wenn da nicht meine rasende, mich fast verzehrende Malwut wäre, die mich, wenn immer möglich, an die (Lein-)wände zieht… 🙂 ) Es ist nämlich wirklich wieder grausiges Wetter im Moment, eisiger Wind bläst durch die Röhre. Die kleine, als Vordach zum Schutz vor Regen, gespannte Plane über dem Eingang gegenüber der Seeseite, hat gleich einmal eine Böe abgerissen, so, dass ich sie erst einmal wieder abmontieren musste. Ansonsten geht es aber weiterhin sehr gut voran und vor meinem inneren Auge nehmen die Varianten, wie die Komposition weiterwachsen könnte, immer konkretere Formen an. huschen sozusagen schon übers Mauerwerk. Einiges möchte sich von meinen Synapsen in die Fingerspitzen am liebsten heute als morgen den Weg gleich in die Pinselstriche und auf die Wand bahnen… Auch haben sich in den letzten Tage tolle Gespräche mit oftmals wiederkehrenden Passanten und Anwohnern ergeben, die, ich sag das jetzt einfach mal direkt und unbescheiden, wirklich von dem Projekt begeistert scheinen und es mit Tatkraft bei den Ideen und Stichpunkten zur Umsetzung unterstützen. Dazu könnt ihr am besten die Beiträge hier auf der Webseite / Rubrik: Mitmachen lesen, die ich inzwischen auch endlich einmal wieder aktualisieren konnte. Nette Jungs aus der Gegend, die mir einiges aus dem Leben im Viertel berichten, genauso wie ältere Damen und Herren, die oftmals schon sehr lange im Viertel leben und einiges über die Historie, den Wandel und die wichtigen Projekte im Stadtviertel beitragen. Familien mit Kindern und Erzieherinnen von anliegenden Kindergärten und weiteren Einrichtungen mit ihren Schützlingen, die auf die Spielplätze, besonderen Freizeitspaß am See, oder das Rodeln im Winter am Hang aufmerksam machen. Dazu auch die neue Leitung vom Lerchenauer Freizeittreff, Eva, die mir nach einem guten Gespräch über die Situation der Einrichtung und vor allem die, der Jugendlichen in der Gegend, im Nachhinein, netter Weise, auch noch eine weitere Abordnung vom Lerchenauer gesandt hat, die dann wiederum ebenfalls spannende Anstöße eingebracht haben. Die Seniorenbetreuung um die Ecke hat bereits Anregungen beigesteuert und die härteren, oftmals alkoholisierten und wohl zu manch auch etwas verdrogten Burschen, die sich am See zum festlichen Gelage treffen. Eine sympathische Anekdote möchte ich dazu gleich auch noch loswerden: Als ich im Spätsommer letzten Jahres die stark an öffentliche Toiletten erinnernden Kacheln, mit Tonnenweise Beton glatt verspachtelt sowie weiß grundiert hatte und schlussendlich, im späten Herbst, dann auch noch mit ersten, malerischen Ausführungen beginnen konnte, habe ich einen Obachlosen kennengelernt, dem die Malerei sehr gut gefallen hatte und wir haben uns eine längere Zeit unterhalten. Er meinte, er werde dann wohl in diesem Winter in einem Museum schlafen… Als wir dann, kurz bevor ich in die Winterpause gegangen bin, noch einmal miteinander sprachen und dabei mächtig froren, erzählte er mir, dass er wohl auch erst im nächsten Frühjahr wiederkehren werde, weil es ihm im Kaninchenbau deutlich zu kalt zum Nächtigen werden wird… Er hätte auch etwas in Aussicht. Natürlich habe ich mir schon Sorgen gemacht und ihm auch städtisches Nachtquartier empfohlen, was er aber „wegen der vielen Regeln ablehne“

Deshalb war ich jetzt echt, richtiggehend froh (war ja wirklich der erwartet lange, kalte Winter – ist der eigentlich schon zu Ende? Gefühlt eher nicht!) als ich beim Malen an der Wand eine altbekannte, etwas Ostdeutsch-röhrend – krächzige Stimme in meinem Rücken erkannte. Er war also wieder zurück und war hellauf begeistert von den inzwischen entstandenen Wandbildern. Im Gespräch berichtete er dann, dass er über den Winter von einem Mann am Olympiazentrum, einen ausgemusterten Wohnwagen zur Verfügung bekommen hatte, der sich wiederum selbst ein „nigelnagelneues, sieben (!) Meter langes Prachtstück“ gleicher Gattung geleistet hatte… Jetzt habe er selbst aber „ne richtige Pfundsbehausung, sogar mit Strom und Wasser!“
Das freut mich wirklich sehr für ihn.
Fortsetzung folgt…